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Situation im Einzelhandel

 

Die Studie der KPMG in Zusammenarbeit mit dem EHI Retail Institute (Europäisches Handes Institut) aus dem Jahr 2006 beinhaltet folgenden Satz: "Stagnierende Umsätze machen die Identifizierung weiterer Realisationspotentiale in der Lieferkette notwendig". Und weiter...bei der Analyse der Logistikprozesse am Point of Sale: "Das Augenmerk der Fachleute wird sich in Zukunft verstärkt auf die Einzelhandelslogistik richten. Der Anteil der auf dieser Stufe verursachten Prozesskosten wurde bisher häufig unterschätzt, findet jedoch immer stärker Beachtung. Denn optimierte Abläufe im Markt wirken sich letztendlich immer auf die Warenpräsentation und damit Erfüllung der Kundenbedürfnisse aus".

Der deutsche Einzelhandel ist durch zunehmende Diversifizierung im Angebot und die Erweiterung der Verkaufsflächen geprägt. Die Konzentration sowohl auf der Handelseite wie auch seitens der Industrie hat zum weiteren dazu geführt, dass Margenverbesserungen über den Einkauf kaum noch zu erzielen sind. Neue Handelskonzepte wie Tchibo oder Fressnapf sind Beispiele für die Ausweitung der Sortimente oder auch der Spezialisierung auf einzelne Segmente. Zum weiteren sind Tendenzen zu verzeichnen, Kosten durch Verbesserung der vertikalen Strukturen und strikte Einbindung des Einzelhandels zum Grosshandel durch Franchisesysteme zu senken. Ein Beispiel dafür ist Lekkerland oder auch die Markant. Warenwirtschaftssysteme für den Einzelhandel werden vom Großhandel vertrieben. Durch Franchisessysteme wird die unternehmerische Initiative am Standort gestärkt, durch die IT-Integration der Partner aber gleichzeitig auch die Schlagkraft am Markt erhöht und die Steuerbarkeit wie bei Filialsystemen erreicht. Beispiele dafür sind Fressnapf und Futterhaus.

Discounter, die als Preisführer erhebliche Marktanteile gewinnen konnten, sehen in der Warenwirtschaft zunehmend Möglichkeiten, die Kostenführerschaft gegenüber den Supermärkten und SB-Warenhäuseren weiter auszubauen. Hier geht die Tendenz von der Erfassung der Verkaufsdaten über POS-Systeme hin zur Prozessoptimierung.

Laut LZ-Studie 2006 planen 39 % der befragten Handelsunternehmen, die Warenwirtschaft zu erneuern. Weitgehend setzen die Unternehmen dabei auf Standards und lösen Eigenentwicklungen ab. Da zwischen 80 % bis 95 % der Mitarbeiter eines Handelsunternehmens in den Outlets beschäftigt sind, wird der Focus der Prozessopimierung zunehmend auf die Verkaufsfläche gerichtet sein.

Die SUPERDATA GmbH unterstützt diese Entwicklung mit ihrem Softwareangebot. Durch die automatische Disposition können Bestände eines Unternehmens in den Outlets um mehr als 10 % gesenkt werden bei gleichzeitiger Vermeidung von Regallücken. Weniger Regallücken bedeuten erhöhtes Umsatzpotential. Reduzierte Bestände erhöhen nicht nur die Liquidität des Unternehmens, sondern vermindern auch das Bestandsrisiko. Zusätzlich führen automatisierte Bestellverfahren zudem zu einer Reduzierung der Personalkosten. Die Tätigkeiten, die bisher von qualifiziertem Personal durchgeführt werden mussten, können nun durch Teilzeitkräfte ausgeführt werden. Besonders in kritischen und MHD-gefährdeten Sortimenten konnte durch die automatische Disposition eine deutliche Reduzierung der Abschriften von mehr als 50%  erreicht werden.

Unterstützt werden diese Verfahren durch ein effizientes Bestandsmanagement, wie die Gesteuerte Permanente Inventur. Die Inventurverluste, die etwa 0,8 % bis 1,5 % vom Umsatz ausmachen, sind nicht erst am Stichtag, sondern laufend unter Kontrolle. Diebstahlgefährdete Artikel, Schwachstellen in der eigenen Organisation, Delikte bei den Mitarbeitern usw. werden frühzeitig erkannt und es kann gegengesteuert werden.

Die Mobile Datenerfassung gestattet es, die für den Mitarbeiter relevanten Informationen auf der Fläche zur Verfügung zu stellen. Im Gegensatz zu den Mitberwerbern bietet SUPERDATA online-Verfahren, die sofortige und damit richtige Verarbeitung der Daten erlaubt. Die Mobile Datenerfassung wird in den warenwirtschaftlichen Prozess integriert, sodass eine Optimierung und damit eine Steigerung der Effizienz ermöglicht wird.

Um den Schulungsaufwand für Marktsysteme zu reduzieren, hat SUPERDATA mit Retail-MAP eine Benutzeroberfläche entwickelt, die in der Sprache des Anwenders die Prozesse definiert. Damit werden Einführungszeiten in großen Organisationen erheblich reduziert, Änderungen und Prozessverbesserungen können schneller umgesetzt werden. Besonders wichtig ist diese Technologie in der Durchsetzung von SUPERDATA-Lösungen im „small business“-Segment in Verbindung mit Cash plus. Technologisch wurde der Ansatz „SOA“ umgesetzt und auf die spezifischen Anforderungen des Einzelhandels angepasst.

Diese insgesamt gesteigerte Anwendungsfunktionalität in den Outlets erfordert mehr Rechenleistung und erhöhte Verfügbarkeit. Die PC-Technologie kann heute diese ausreichende Rechnerleistung vor Ort bereitstellen. Da ohnehin Kapazitäten von POS-Systemen verfügbar sind, können diese zur Unterstützung der warenwirtschaftlichen Prozesse ohne Kostensteigerung genutzt werden.

Diese Philosophie widerspricht nicht der allgemeinen Tendenz in der Telekommunikation, die Outlets an zentrale ERP-System direkt anzubinden. Allein die Vielfalt der Peripheriegeräte in einem Markt erfordert lokale Steuerungsmechanismen, die von ERP-Systemen nicht geleistet werden können. SUPERDATA unterstützt dieser Tendenz mit SISU (store integration of subsystems), indem lokale Teilsysteme angeboten werden, die diese Steuerungsaufgaben leisten. Damit ist eine weitestgehende Skalierbarkeit der Softwarelösungen von SUPERDATA gegeben. Die Prozesse können sowohl lokal, ohne ständige Onlineverbindung zu einer „Zentrale“, als auch zentral mit Anbindung der Pheripherie über TCP/IP unterstützt werden.