Typische Ergebnisse der Automatischen Disposition sind Senkung des personellen Aufwands für die Bestellung bis zu 50%, Reduzierung der Bestände um über 20% bei gleichzeitiger Umsatzsteigerung durch Verbesserung der Warenpräsenz. Die Abschriften bei MHD-gefährdeten Artikeln werden deutlich reduziert.

Für DEWAS III und sigma//Store wurden speziell für den Einzelhandel geeignete Prognose- und Dispositionsverfahren entwickelt.

Prognoseverfahren (Bedarfsberechnung)

Die Grundidee der Prognose ist die intelligente Gewichtung des historischen Abverkaufs. Die Verfahren sind so angelegt, dass das System selbständig zwischen Langsam- und Schnelldrehern unterscheidet. Bei ungewöhnlichen Absatzverläufen erfolgt eine selbsttätige Anpassung. Spezifische Bedingungen des Lebensmittel-Einzelhandels wie der heterogene Umsatzverlauf innerhalb der Woche oder an/auslaufende Artikel wie Ersatz- und Folgeartikel werden berücksichtigt. Sicherheitsbestände werden aufgrund eines vorgegebenen Servicegrades automatisch berücksichtigt.

Weiterführende Verfahren beziehen die Problematik: Aktionen, verschiebliche Festtage, Saison usw. mit ein. Durch diese Verbesserungen der Verfahren wird eine erhöhte Prognosegenauigkeit erreicht, besonders bei Aktionen werden deutliche Bestandssenkungen bei höherer Warenverfügbarkeit erzielt.

Mengendisposition

Typische Rahmenbedingungen wie mehrere Bestell- und Liefertage je Woche oder die Einräumzeit fließen in die Berechnung von Sicherheitsbeständen nach vorgegebener Verkaufsbereitschaft ein. Per Parameter kann die dynamische Aufrundung auf höhere Bestelleinheiten z.B. von Karton auf Palette gesteuert werden. Sporadisch verkaufte Artikel unterliegen einem speziellen Verfahren.
Die Bestellabwicklung kann flexibel entsprechend der gewünschten Organisation als reiner Bestellvorschlag (z.B. im Funk-MDE oder auf dem Tablet-PC, der noch manuell bearbeitet werden kann) bis hin zur Automatischen Disposition durch das System erfolgen.

Simulationsprogramme

Zur Überprüfung der Effekte einer automatischen Disposition hat Superdata Simulationsprogramme entwickelt. Die Ausgangsdaten für die Simulation werden über die Statistik-Datenbasis DEWAS III und sigma//Store der Einzelhandelswarenwirtschaft bereitgestellt. Die Einflussfaktoren unterschiedlicher Steuerungsparameter bei Kosten, Bestand und Verkaufsbereitschaft lassen sich so ohne hohen Aufwand schnell und verlässlich überprüfen.